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Bitcoin-Handbuch.de - Bitcoin (nicht nur) für Anfänger

Bitcoin SymbolSpätestens seit der Bitcoin-Kurs die 1.000-Dollar Marke geknackt hat, ist die Kryptowährung in aller Munde. Wer Anfang 2017 in Bitcoin investierte, hat seinen Einsatz mit Stand Oktober 2017 vervierfacht. Ähnlich steile Kursanstiege erlebten zuletzt auch andere Kryptowährungen (sogenannte Altcoins) wie Etherum, Litecoin und Co. Wohin die Reise geht, lässt sich nicht sagen.

Bitcoin (BTC) ist 2009 gestartet. Seitdem hat sich viel getan. Ein echter Meilenstein war der sogenannte Pizza-Tag am 22. Mai 2010, als das erste Mal ein reales Gut für Bitcoins gekauft wurde. Wie man es von einer Währung erwarten kann, die zunächst vor allem bei Computer-Freaks beliebt war, war Pizza deren bevorzugtes Nahrungsmittel. Der Software Entwickler Laszlo Hanyecz aus Florida bot im Internet-Forum bitcointalk.org zehntausend Bitcoins für denjenigen, der ihm zwei Pizzas bestellte. Jeremy „Jercos" Sturdivant ging auf den Deal ein und bestellte ihm mit seiner Kreditkarte zwei Pizzas. Seitdem feiert die weltweite Bitcoin-Community am 22. Mai den Pizza-Tag. Zehntausend Bitcoins waren damals rund 35 Euro wert. Heutzutage sind zehntausend Bitcoins rund 100.45 Millionen Euro wert (1 Bitcoin = 10.045 Euro).

Inzwischen gibt es tausende Online-Shops, die Bitcoins akzeptieren und kaum etwas, was man nicht für Bitcoins kaufen kann. Doch was genau sind Bitcoins? Und wie funktioniert das Bitcoin-System?

Der Bitcoin steht für ein global nutzbares Zahlungssystem welches seit 2009 existiert. Als offizieller Geburtstermin gilt der 3.1.2009. An diesem Tag wurden die ersten 50 Bitcoins erstellt. Wenige Tage später wurde die erste Software für die Nutzung des Bitcoin-Netzwerkes veröffentlicht.

In Zeiten von krisengeschüttelten Banken versuchen sich die Menschen abzusichern. Die Menschen verstecken Ihr Geld mittlerweile lieber unter dem heimischen Kopfkissen, als es in die Hände einer Bank zu geben. Aus dem Bestreben, sich nicht einer Bank unterwerfen zu müssen entstand die Idee des Bitcoins. Der Bitcoin wird weder durch eine Regierung noch durch eine Organisation gesteuert. Transaktionen lassen sich ganz ohne irgendwelche Finanzinstitute abwickeln. Wer sich bei einer Transaktion vertippt, hat Pech. Einmal abgewickelte Transaktionen lassen sich nicht wieder rückgängig machen. In solch einem Fall kann nur der Empfänger die Zahlung wieder zurücksenden.

Bitcoins sind so viel „wert", wie die Marktteilnehmer bereit sind, dafür zu bezahlen. Und das ist mittlerweile eine ganze Menge - ein Bitcoin kostet aktuell 10.045 Euro. Dieser Wert ist durch nichts anderes abgesichert als das Vertrauen der Marktteilnehmer in der Währung.

Bitcoin und sonstige Kryptowährungen sind also digitale Währungen, die für den Zahlungsverkehr im WWW geschaffen wurden. Sie basieren auf der sogenannten Blockchain-Technologie. Die Blockchain ist nichts anderes als ein Buchungssystem, das alle im Netzwerk getätigten Transaktionen speichert. Die Blockchain wird durch die Teilnehmer gemeinsam verwaltet und dezentral gehostet. Eine Fälschung von Transaktionen ist nicht möglich. Das kryptografische Verfahren lässt Fälschungen nicht zu.

Die einzige Voraussetzung für die Netzwerk-Teilnahme ist ein Bitcoin-Client, welcher auf dem eigenen Computer installiert wird, oder die Nutzung eines Online-Wallets, die dieselbe Funktion hat. Kontobewegungen werden hierbei durch eine bestimmt Anwendung von einem Netwerk mehrerer Computer abgewickelt.

Über die Blockchain kann man jederzeit einsehen, welche Bitcoin-Adresse über wie viel Bitcoin verfügen. Das ist dann auch schon alles. Die folgende Bitcoin-Adresse verfügt zum Beispiel über 0,60377289 Bitcoin. Personenbezogene Daten werden in der Blockchain nicht gespeichert.

Alternative Kryptowährungen

Kryptowährungen gibt es mittlerweile Hunderte. Wir stellen fünf populäre vor:
  • Ethereum (ETH) Das Kryptogeld mit der zweitstärksten Marktkapitalisierung. Kann im Gegensatz zu Bitcoin auf handelsüblichen PCs geschürft werden.
  • Litecoin (LTC) Der 2011 gestartete Bitcoin-Konkurrent punktet vor allem damit, dass im Gegensatz zum Vorbild - Transaktionen im Netzwerk schneller abgewickelt werden.
  • Ripple (XRP) Ein Netzwerk für den dezentralen Handel mit Devisen (Dollar, Euro, Yen etc.). Der dazugehörige Coin ist - vergleichsweise günstig - für weit weniger als einen Euro zu haben.
  • Dash (DASH) Eine Kryptowährung mit Fokus auf Anonymität. Hervorgegangen ist das digitale Zahlungsmittel 2014 aus einem Projekt das Bitcoin-Transaktionen anonymisieren wollte.
Sie alle unterscheiden sich in mehreren Punkten. Ob es die bessere Anonymität oder die höhere Geschwindigkeit ist, die einen Coin zu einem Erfolg machen wird, kann niemand vorhersagen. Vielleicht ist es die Vielseitigkeit oder die Gerechtigkeit einer Crypto-Lösung, die überzeugt. Vielleicht sorgt der Netzwerk-Effekt dafür, dass sich der Marktführer Bitcoin trotz seiner Schwächen durchsetzt.